Die Nachbarn

Die Nachbarn

Die Menschen aus der Nachbarschaft freuen sich auf die Fertigstellung des DomRömer-Quartiers. Dabei knüpft jeder seine ganz eigenen Erwartungen und Hoffnungen an das neue Viertel: die Rückkehr eines Stücks Frankfurter Geschichte, eine interessante Mischung aus Alt und Neu, ein Anziehungspunkt für Frankfurter und Touristen und ein Ort voller Romantik. In einem sind sich aber alle einig: Die Altstadt bringt das Leben zurück in das Herz Frankfurts.

  • DomRömer-Quartier: Nachbar Horst Franck, Inhaber Tee und Gewürze, Kleinmarkthalle

Related Pages

  • Wir leben gerne in der Stadt. Ein Auto ist dazu nicht nötig. Zur Arbeit gehen wir zu Fuß oder fahren mit dem Rad. An der künftigen Altstadt kommen wir oft auf dem Weg zum Museumsufer vorbei. Zuerst haben wir gedacht, da wird zu viel restauriert, aber dann haben wir gemerkt, dass eine interessante Mischung entsteht. Die Stadt Frankfurt leistet mit dem Wiederaufbau dieses kleinen Teils der Altstadt ja auch ein Stück soziale Stadtplanung, weil die Preise nicht dem Markt überlassen und Händler wie Gastronomen sorgfältig ausgesucht werden.

    Dr. Andrea Scherf und Alexander Scherf mit ihrem Sohn Anton, Frankfurt am Main

    • DomRömer-Quartier: Nachbarn Dr. Andrea Scherf und Alexander Scherf mit ihrem Sohn Anton, Frankfurt am Main
  • Vor 30 Jahren kam ich nach Deutschland. Frankfurt hat mir so gut gefallen, da bin ich geblieben. Ich bin Stadtmensch und habe wenig Zeit. Hier sind die Wege kurz – ins Kino, um Freunde zu treffen oder das Nachtleben zu genießen. Die Cucina delle Grazie betreibe ich seit 2007. Davor hatte ich das Triangolo im Museum für Moderne Kunst. Wissen Sie, seit sechs Jahren wird hier gebaut, zuerst am Dom jetzt die Altstadt. Dann haben sie auch noch das Parkhaus saniert. Darunter haben wir gelitten. Aber wenn der Krönungsweg erst mal fertig ist, dann wird das eine lebendige Ecke und wir atmen auf.

    Claudio Fiorentino, Inhaber des Restaurants Cucina delle Grazie, Domplatz

    • DomRömer-Quartier: Nachbar Claudio Fiorentino, Inhaber des Restaurants Cucina delle Grazie, Domplatz
  • In einer Stadt wie Frankfurt muss auch Platz für sozial Schwache sein. Nicht irgendwo am Rand, sondern mittendrin. Zum Beispiel auf den Straßen und Plätzen. Auch in der Altstadt. Da wünsche ich mir Ruhebänke am Brunnen, originelle Geschäfte und Straßenkunst. In Frankfurt leben mehr unterschiedliche Kulturen friedlich zusammen, als in jeder anderen Stadt in Deutschland. Das nenne ich gute Nachbarschaft. Die müssen wir ebenso fördern, wie bezahlbaren Wohnraum für große Familien oder arme Menschen.

    Bruder Paulus Terwitte, Guardian des Kapuzinerklosters Liebfrauen, Schärfengäßchen

    • DomRömer-Quartier: Nachbar Bruder Paulus Terwitte, Guardian des Kapuzinerklosters Liebfrauen, Schärfengäßchen
  • Als ich aus Kassel nach Frankfurt kam, nannte mich die Frankfurter Rundschau den „Komikbeauftragten der Stadt Frankfurt“. Das ist in Ordnung, wir sind ja ein Satiremuseum. Ein Museum gehört mitten in die Stadt, so wie unseres, und das Leinwandhaus, in dem wir sind, ist eines der ältesten Frankfurter Gebäude. Übrigens wurde es nach dem Krieg wieder aufgebaut. Deshalb ist es prima, dass die Stadt Frankfurt für unser Museum jetzt auch noch eine eigene Altstadt baut.

    Achim Frenz, Direktor des Caricatura Museums Frankfurt, Weckmarkt

    • DomRömer-Quartier: Nachbar Achim Frenz, Direktor des Caricatura Museums Frankfurt, Weckmarkt
  • Wir sind mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ganz bewusst in die Braubachstraße ins Herz Frankfurts gezogen. Jetzt ist es schön zu sehen, dass genau gegenüber ein Stück Stadtgeschichte wieder lebendig wird. Dass über Neubauten und Rekonstruktionen gestritten wird, ist normal und auch ganz wichtig. Das gehört zu unserer Frankfurter Bürgerkultur. Architektur war übrigens nie statisch. Auch der Dom wurde über die Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert. Privat lebe ich in Frankfurt-Sachsenhausen und gehe oft zu Fuß in die Oper oder zur Arbeit. Schon jetzt wächst meine Lust darauf, durch die Altstadtstraßen zu schlendern und mir das Leben und Treiben anzuschauen.

    Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Braubachstraße

    • DomRömer-Quartier: Nachbar Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Braubachstraße
  • Bei mir gibt es seit 1958 heiße Fleischwurst, Gelbwurst, Rindswurst und Krakauer mit Brötchen und Senf für alle. Die Leute kommen gern, weil die Qualität stimmt und es etwas Besonderes ist. Das erhoffe ich mir auch von der Frankfurter Altstadt. Also ganz ehrlich, das Technische Rathaus war doch nicht schön. Ich bin froh, dass es weg ist, und es ist höchste Zeit, dass sich in der Altstadt was tut. Jetzt wird auch das Bauloch bald verschwinden und ich bin schon sehr gespannt, was daraus wird.

    Ilse Schreiber, Inhaberin Schreiber Wurstimbiss, Kleinmarkthalle

    • DomRömer-Quartier: Nachbarin Ilse Schreiber, Inhaberin Schreiber Wurstimbiss, Kleinmarkthalle
  • Ich wüsste nicht, wo ich als Historiker im Augenblick lieber wäre. Nur wenige Städte in Deutschland haben eine geschichtliche Vielfalt wie Frankfurt. Im Frankfurter Dom wurden Jahrhunderte lang die deutschen Könige und Kaiser gewählt und gekrönt. Frankfurt war schon früh politisches Zentrum und Messestadt. Die Altstadt ist ein Teil davon. Bisher ist sie ja ein wenig von der Innenstadt abgehängt. Ich hoffe, das wird sich mit Fertigstellung des Dom-Römer Viertels ändern. Ein interessantes Ensemble wird das; ähnlich, wie bei unserem Museum. Wir kombinieren etwas Neues mit einem historischen Gebäudeteil. Das zu verstehen, braucht es manchmal einen zweiten Blick.

    Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums, Römerberg

    • DomRömer-Quartier: Nachbar Dr. Jan Gerchow, Direktor des Historischen Museums, Römerberg
  • Ich kam nach Deutschland, um Diakonissin zu werden. In Frankfurt habe ich dann ein Sushi-Restaurant eröffnet, später eine Patisserie, weil ich so gerne backe. Damals stand das Technische Rathaus noch, die Straße war dunkel und kaum jemand verirrte sich dorthin. Mit dem Abbruch kamen Lärm und Staub, eine schlimme Zeit. Jetzt ist es hier hell und luftig. Haben Sie schon mal bemerkt, dass die Menschen in schönen Straßen häufiger lächeln? In der Braubachstraße wohne ich auch und ich freue mich auf die abwechslungsreiche Architektur der Altstadt, in der zum Glück nicht nur Fachwerk vorherrscht.

    Azko Iimori, Inhaberin Iimori Restaurant und Iimori Patisserie, Braubachstraße

    • DomRömer-Quartier: Nachbarin Azko Iimori, Inhaberin Iimori Restaurant und Iimori Patisserie, Braubachstraße
  • Wir zeigen den Menschen seit 1989 Stadtgeschichte, hier auf unserer kleinen Bühne und in den Straßen von Frankfurt. Da können Sie sich vorstellen, dass mir die Stadt ans Herz gewachsen ist. Ich lebe mit meiner Familie auch in der Stadt und bin froh, dass ich meine beiden Söhne nicht überall mit dem Auto hinfahren muss, wie auf dem Land. Weil ich in Sachsenhausen wohne und in der Innenstadt arbeite, komme ich häufig am Römer vorbei. Die Mixtur der Häuser in der Altstadt gefällt mir gut. Da steckt Abwechslung drin, auch ein bisschen Romantik. Die meisten Menschen mögen das. Ich auch.

    Sabine Mannel, Mitbegründerin der Kulturothek, An der Kleinmarkthalle

    • DomRömer-Quartier: Nachbarin Sabine Mannel, Mitbegründerin der Kulturothek, An der Kleinmarkthalle
  • Ich bin seit 53 Jahren in der Kleinmarkthalle. Und auch mein Vater war schon in der alten Markthalle, die im Krieg zerstört wurde. Hier kennt sich jeder. Das macht Spaß und alle sind fröhlich. Seit 1961 haben wir uns auf Kräuter, Gewürze und Tee spezialisiert. Seither heißt es: Trink Tee von Franck, wirst niemals krank. Ich finde es gut, dass die Altstadt wieder aufgebaut wird. Da lebt ein Stück Geschichte auf und wir bekommen neue Kunden.

    Horst Franck, langjähriger Inhaber Tee und Gewürze, Kleinmarkthalle

    • DomRömer-Quartier: Nachbar Horst Franck, langjähriger Inhaber Tee und Gewürze, Kleinmarkthalle
  • Eigentlich sind wir ja der Vorreiter für die Altstadt. Unser Dach ist aus Naturschiefer und orientiert sich an der Neigung früherer Altstadthäuser. Aus unseren Sälen und von unserer Terrasse haben Sie einen wundervollen Blick auf die künftige Altstadt und die Hochhäuser. Die Altstadt ist für uns sehr wichtig. Zusammen mit dem Haus am Dom bildet sie den Übergang zwischen Innenstadt und Museumsufer, dessen Teil wir ja sind. Wenn die Altstadt fertig ist, werden die Frankfurter auch den Domplatz entdecken.

    Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor, und Clemens Keller, Geschäftsführer Haus am Dom, Domplatz

    • DomRömer-Quartier: Nachbarn Prof. Dr. Joachim Valentin, Direktor, und Clemens Keller, Geschäftsführer Haus am Dom, Domplatz
  • Wir sind in der 4. Generation in der Markthalle, jeden Freitag ab fünf und jeden Samstag ab sechs Uhr. Die Menschen lieben die Markthalle, kein Schickimicki und auch nicht wie im Supermarkt. So sollte das auch in der neuen Altstadt sein. Ich bin dafür, dass wir alte Bauwerke erhalten oder wieder aufbauen, das ist Idylle und das gefällt auch den Touristen.

    Klaus Mann, Inhaber von Bauer Mann, Kleinmarkthalle Frankfurt

    • DomRömer-Quartier: Nachbar Klaus Mann, Inhaber von Bauer Mann, Kleinmarkthalle Frankfurt
  • Ich habe Herrenschneiderin gelernt und wollte immer ein Geschäft im Wohnzimmerstil betreiben, diskret und sehr persönlich. Ich hoffe, dass mein Geschäft am Weckmarkt gut mit der Innenstadt verbunden bleibt, wenn die Altstadt fertig ist. So eine Altstadt hat ja ihr eigenes Tempo und kann sehr gemütlich und individuell sein. Der Hühnermarkt ist mein Favorit. Da sollte immer was los sein. Das klappt aber nur, wenn dort interessante Geschäfte und Restaurants entstehen, die auch Frankfurtern gefallen. Vielleicht ist dann unter der Woche auch am Weckmarkt mehr Betrieb.

    Ilona Voll, Inhaberin Exklusive Maßkonfektion am Dom, Weckmarkt

    • DomRömer-Quartier: Nachbarin Ilona Voll, Inhaberin Exklusive Maßkonfektion am Dom, Weckmarkt

Default Visuals

DomRömer Nachbild