Markt 24 „Eichhorn“

Markt 24 „Eichhorn“

M24

  • Hühnermarkt 24 Ost
  • Hühnermarkt 24
  • Hühnermarkt 24

Fakten

Gebäudetyp: 
Nachbau
Architekt: 
Prof. Hans Kollhoff, Berlin
Parzelle: 
100 qm
Nutzfläche: 
257 qm
Stockwerke: 
4
Nutzung: 
EG: Einzelhandel / Gastronomie
1. - 4. OG: Stadthaus

Eichhorn – frühe Eingriffe in die Altstadtstruktur

Nachdem sich die Grundstruktur der Frankfurter Altstadt seit der Gotik nicht verändert hatte, fügten alle Generationen Gebäude in zeittypischer Weise in den Bestand ein. Die schönsten Fachwerkbauten entstanden in der Renaissance, während der darauf folgende Barock gerne mehrere Parzellen zusammenfasste und neue traufständige, verputzte, breite Gebäude errichtete. Da man aber meist weiter Holzkonstruktionen errichtete, blieben die typischen Überhänge erhalten, die seit jeher die Altstadtgassen prägten.

Das einschneidendste Moment im hergebrachten Hausaufriss stellte das durch Stadtbaumeister Georg Hess erlassene Baustatut von 1809 dar, das Überhänge, Erker und Zwerchhäuser verbot und Dachneigungen, Trauf- und Firsthöhen regelte. Mit diesem Statut wurde erstmals das oberflächlich homogen erscheinende Stadtbild erheblich verändert. Das klassizistische Gebäude auf der Westseite des Hühnermarktes stellte ein beredtes Zeugnis jener Veränderung dar.

Text: Björn Wissenbach, Dipl.-Ing. (FH), Stadthistoriker in Frankfurt und Mitglied des Gestaltungsbeirates DomRömer

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