Parkhaus „Dom Römer“ ab 2. Juli wieder geöffnet

Parkhaus „Dom Römer“ ab 2. Juli wieder geöffnet

02.07.2013

Olaf Cunitz: „Eines der modernsten und nutzerfreundlichsten Parkhäuser unserer Stadt“

Ab 2. Juli können Besucher der Innenstadt das Parkhaus „Dom Römer“ wieder nutzen. Damit stehen nun wieder 480 Stellplätze inklusive neuer benutzerfreundlicher Familienparkplätze und einer neuen Stromtankstelle für Elektroautos in der City zur Verfügung. In den vergangenen Monaten wurde das Parkhaus umfassend saniert und neu gestaltet. Frankfurts Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz eröffnete das Parkhaus gemeinsam mit dem Geschäftsführer der DomRömer GmbH, Michael Guntersdorf.

Die Aufgabe war knifflig, aber „der DomRömer GmbH ist eine hundert-prozentige Verbesserung gelungen“, betonte Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz bei der Wiedereröffnung. „Umso mehr freue ich mich, heute eines der modernsten und nutzerfreundlichsten Parkhäuser unserer Stadt zu eröffnen. In den vergangenen Monaten wurde hier in mühevoller Kleinarbeit eine schier unüberschaubare Zahl an Leitungen, Kabeln und Rohren neu verlegt, die Technik erneuert, der Beton saniert, der Brandschutz auf den aktuellsten Stand gebracht und an der Gestaltung gearbeitet“, so Cunitz. −

Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der DomRömer GmbH, ergänzte: „Um es in Zahlen auszudrücken: Wir haben auf 20.000 Quadratmetern Tiefgaragenfläche rund 120 Kilometer Elektrokabel und -leitungen neu verlegt, etwa 20 Kilometer Trassen und Rohre geschaffen, mehr als 1.000 LED-Leuchten angebracht und mehr als drei viertel aller tragenden Stützen freigelegt und saniert.“ Es wurden Notstromversorgung und Sprinkleranlage erneuert, Elektroanlagen und Lüftung der Tiefgarage saniert, Schadstoffe beseitigt, defekte Ver- und Entsorgungsleitungen der umliegenden Bebauung, zum Beispiel von Schirn, Ostzeile und Saalgasse, ausgetauscht, die Fluchttreppenhäuser der Ostzeile erneuert, nach oben hin abgedichtet, die Beleuchtung ausgetauscht, ein neues, benutzerfreundliches Leitsystem eingeführt und schließlich die Gestaltung modernisiert.

Die Neugestaltung des Parkhauses ist sicher die augenscheinlichste Verbesserung. „Sie erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre, die auch Anleihen bei der Architektur des DomRömer-Quartiers genommen hat – etwa die Kombination der Farben Rot und Gold“, berichtete der Designer und Geschäftsführer Bernd Hilpert, der mit seinem Büro Unit Design die Gestaltung erdacht hat. Im Zentrum des Leitsystems stehen die drei Ein- beziehungsweise Ausgänge Römer, Markt und Dom. Die Namen der Ausgänge werden durch Piktogramme symbolisiert, die in den Richtungsweisern und an den Ausgängen als goldene Ornamente auf den roten Wandflächen erscheinen. Am Ausgang Römer findet sich die Silhouette des Rathauses, am Ausgang Markt eine Krone, die auf den ehemaligen „Krönungsweg“ verweist. „So entstehen Merkhilfen, welche die Orientierung in der weiträumigen Tiefgarage unterstützen“, erklärt Hilpert. Das übergeordnete Gestaltungskonzept stammt aus dem Büro Schneider + Schumacher. „Schön zu sehen, dass bei all den Sanierungsarbeiten auch die Gestaltung nicht zu kurz kam: Oberhalb der Tiefgarage entsteht mit dem DomRömer-Quartier ein ganz besonderes Stück Stadt. Die Farben und Symbole der Tiefgarage knüpfen daran an und heißen Besucher der künftigen Altstadt schon einmal willkommen.“

Dass Energiesparen bei der Sanierung der Tiefgarage großgeschrieben wurde, freut Bürgermeister und Planungsdezernent Cunitz besonders: „Die verwendete LED-Beleuchtung ist energieeffizienter und trotzdem heller als früher. Sie wird über Bewegungsmelder gesteuert und hat außerdem eine vier Mal so lange Lebensdauer. Die frei hängenden Ventilatoren der Tiefgarage sind stufenlos nach Bedarf regulierbar und damit ebenfalls wesentlich energieeffizienter als die veraltete Lüftungsanlage. Elektrofahrzeuge können künftig auch im Parkhaus Dom Römer aufgeladen werden. Hierzu wurde eigens eine neue Stromtankstelle eingerichtet. Die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Frankfurt wird damit weiter ausgebaut.“

Notwendig geworden war die Sanierung, als im Juli 2010 ein defektes Notstromaggregat entdeckt wurde. „Es folgte die Erkenntnis, dass die Sprinkleranlage im Innern verrostet ist und je weiter wir vordrangen, desto gravierender stellte sich uns die Situation in der Tiefgarage dar“, berichtete der DomRömer-Geschäftsführer. Was hinter Verkleidungen, Schächten und Beton zunächst verborgen war: über Jahre drang Wasser ein, Rohre waren ebenso korrodiert wie die Stahleinlagen im Beton tragender Bauteile. Der Brandschutz genügte nicht mehr aktuellen Anforderungen und Versorgungsleitungen mussten neu verlegt werden. „Wir haben deshalb in engster Abstimmung mit den zuständigen Ämtern das Parkhaus so saniert, dass wir heute im Grunde von einem Neubau sprechen können. Fast möchte man sagen, wir haben das sicherste Parkhaus Europas errichtet. Die ADAC-Parkhaustester waren natürlich noch nicht da, aber – glauben Sie mir – die Frankfurter Branddirektion macht ihre Arbeit sehr gewissenhaft“, erklärte Guntersdorf. Die Gesamtkosten der Tiefgaragensanierung betragen 16,4 Millionen Euro.

Im Rahmen eines Tiefgaragenfestes erhielten interessierte Nachbarn und andere Bürger der Stadt am 1. Juli die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck von der sanierten und neu gestalteten Tiefgarage zu verschaffen. Neben Tiefgaragen-Rundgängen bot die DomRömer GmbH ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Kettcar-Parcours, Brezeln und Getränken.

Downloads: 
pm_eroeffnung_tiefgarage.pdf
zahlen_daten_fakten_parkhaus_domroemer.pdf

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