Markt 5 „Goldene Waage“

Markt 5 „Goldene Waage“

M5

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Fakten

Gebäudetyp: 
Nachbau
Architekt: 
Jourdan & Müller, Frankfurt am Main
Parzelle: 
191 qm
Nutzfläche: 
549 qm
Stockwerke: 
4
Nutzung: 
EG: Gastronomie
1. - 3. OG: Öffentlich

Die Goldene Waage – Anwesen eines Niederländischen Glaubensflüchtlings

Die Stadt Frankfurt bezeichnet sich selbst als „Integrationsmaschine“. Verjüngung durch Zuwanderung – dieser Prozess ist so alt, wie die Stadt selbst. Immer wieder kamen Fremde nach Frankfurt, die dann in der Stadt am Main sesshaft wurden.

Größte Zuwanderungsgruppe aller Zeiten waren Reformierten aus den katholischen Niederlanden, die im Rahmen der Gegenreformation aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Über 100.000 von ihnen kamen zwischen 1560 und 1630 nach Frankfurt – darunter zahlreiche wohlhabende Händler, die sich repräsentative Anwesen errichten ließen.

Abraham von Hameln war Gewürzhändler und Zuckerbäcker und außerordentlich vermögend. Er ließ bis 1619 für sich und seine Familie das Haus Zur Goldenen Waage errichten – bis zum Zweiten Weltkrieg eines der „Vorzeigehäuser“ der Renaissance in Frankfurt. Es hatte ein reich aufgebautes Fachwerk und schloss nach oben hin mit einem rheinischem Wellengiebel ab. Besonderer Luxus: auf dem Dach des Hinterhauses befand sich ein „Belvederchen“, das den Bewohnern im Sommer ein wenig Kühlung verschaffte.

Text: Björn Wissenbach, Dipl.-Ing. (FH), Stadthistoriker in Frankfurt und Mitglied des Gestaltungsbeirates DomRömer

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